Société Genérale will Kapitalerhöhung aus eigener Kraft

Die Société Genérale gilt als eines der krisenanfälligsten europäischen Geldinstitute. Trotzdem, oder gerade deshalb, will die Großbank bei einer notwendigen Rekapitalisierung keine Gelder vom französischen Staat. Vielmehr würde man auf die Aktionäre zurückgreifen oder die Rücklagen aus den erwirtschafteten Gewinnen erhöhen. Dies bekräftigte der Konzernchef Frédéric Oudéa. Noch Anfang des Monats Oktober hatte der Banker kritisiert, die von den Euro-Staaten anvisierte obligatorische Rekapitalisierung der Banken sei unnötig. Es fehle ihnen vor allem an Liquidität und Vertrauen. Beides müsse wiederhergestellt werden, damit die Problematik um die durch hohe Verschuldung gelähmten und insolvenzbedrohten Staaten gelöst werden könne, so Oudéa.
Weiter sagte er aber, dass alle europäischen Institute, die Société Genérale eingeschlossen, die aktuelle Situation handhaben könnten.
Allein in diesem Jahr ist der Kurs des an der französischen Börse notierten Unternehmens um über 50 Prozent gefallen. Grund ist hauptsächlich die Schuldenkrise im Euroraum, welche das Vertrauen in die europäischen Banken stark erschüttert hat.
Nach dem Willen der Politik stehen neben der Société Genérale viele andere Banken vor der Aufgabe, frisches Kapital zu generieren. Auf Gelder des Rettungsfonds EFSF wollen die großen Institute dabei jedoch verzichten.

This entry was posted onDonnerstag, Oktober 27th, 2011 at 18:55 and is filed under Wirtschaft & Finanzen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site. You can leave a response, or trackback from your own site.

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